Erfolg beginnt mit „A“ wie Angebot!

Hallo, liebe Leserin, lieber Leser.

Es ist erschreckend wie viele Selbstständige und Freiberufler kaum mit ihren Einkünften über die Runden kommen. Seit Jahren beobachte ich die Statistiken, aber da tut sich aktuell kaum etwas zum Positiven.

Was verdienen im Durchschnitt Freiberufler in Deutschland monatlich?

  • Trainerinnen/ Coaches 2.600 €
  • Heilpraktiker, Physiotherapeuten ca. 2.700 €
  • Webdesigner zwischen 3.000 und 3.800 €
  • und Texter kommen auf 2.400€

Diese Zahlen habe ich mir nicht aus den Fingern gesaugt. Das sind offizielle Erhebungen für Statistiken. Diese Zahlen machen mich tief betroffen. Das ist doch frustrierend!

Freiberufler arbeiten mit Feuereifer und Herzblut jeden Tag an der Umsetzung ihrer Ideen und dann kommt dabei ein so schmales Ergebnis rum! Nur ca. 12% aller Trainer setzen 10.000 € oder mehr um. Das bedeutet, dass fast 90% von ihnen kaum über die Runden kommen!

Mein Mantra: Business muss sich lohnen!

Denn selbstständig zu sein ist kein Hobby, sondern muss den Lebensunterhalt reinholen.

  • Wie viel Umsatz ist für ein entspanntes Leben als Freiberufler nötig?
  • Warum stecken 90% in der Miesere fest?
Warum läuft es bei vielen nicht gut, obwohl sie gut ausgebildete Experten sind?

Wie sieht es bei Heilpraktikern durchschnittlichen in der Naturheilpraxis aus?

  • 3 – 4 Tagen/ Woche geöffnet
  • 5 Behandlungen pro Tag
  • Behandlungshonorar von 40 €

Überschlagsweise komme ich auf rund 200 € Umsatz pro Arbeitstag, wenn die Praxis geöffnet ist. Das sind ca. 3.500 € Monatsumsatz. Und da gehen noch Kosten runter:

  • Miete für die Praxisräume, Versicherungen, Sozialabgaben und Steuern

Diese Zahlen zeigen, dass es jeden Monat ums nackte Überleben geht. Was, wenn der Monat schwächer ausfällt? Umsatzschwankungen können nicht aufgefangen werden. Das haben wir jetzt alle in 2020 erlebt!

Aber da lauern noch andere Konsequenzen:

Erholungsphasen wie Urlaub ist finanziell gar nicht drin. Und die Altersvorsorge? Fehlanzeige! In solchen Fällen ist die Altersarmut vorprogrammiert.

Sind die 12% aller Trainer, die 10.000 € und mehr Umsatz/ Monat umsetzen, auf der sicheren Seite?

5-stellige Umsätze werden immer wieder diskutiert. Ich höre in meinen Beratungen, dass Unternehmer schon mal sagen: „Na ja, es muss ja nicht gleich zu Anfang 5-stellig sein!“

Stimmt das?

Hier ein einfache Rechnung:

Ich gehe von runden 10.000 € Umsatz/ Monat aus:

– 2.000 € gewerbliche Ausgaben = 8.000 € 

– Steuern von 3.440 € = 4.560 € nach Steuern

– 800 € Krankenkasse = 3.760 € Rest.

3.760 € Ergebnis als Gegenleistung für ein unternehmerisches Risiko und ohne Netz und doppelten Boden, denn Freiberufler leben dann noch 

  • ohne Altersvorsorge
  • ohne Rücklagen für dünnere Monate und Ausfälle
  • oder einen Cent in der Urlaubskasse.

Selbst, wenn der eine oder die andere noch weniger Fixkosten (Praxismiete, Büroräume, Werbung usw.), einen günstigeren Steuersatz hat und evtl. noch 100 Euro Krankenkassenkosten sparen kann, ist das nicht dicke. Kann aber klappen. Hier fängt es also an zu funktionieren. Nach dieser Überschlagsrechnung behaupte ich, es sollten lieber 20.000 € pro Monat Umsatz reinkommen, um nicht vor lauter Sorgen schlecht zu schlafen.

Aber knapp 90% aller Trainer kommen gar nicht in diese Umsatzregionen.

Ist das in den Marktbedingungen begründet?

Werfen wir kurz einen Blick auf den Markt für Trainer:

  1. Der wächst weltweit nach aktuellen Erhebungen.
  2. Auch in Deutschland wächst der Markt jährlich um ca. 10%.

Also optimale Rahmenbedingungen, denn es ist ein wachsender Markt. Der Beratungsbedarf steigt. Immer mehr Menschen suchen nach Training. Super Voraussetzungen, um hier gute Geschäfte zu machen.

Warum profitieren fast 90% der Experten nicht von den guten Marktbedingungen?

Hier ein paar Beispiel-Angebote wie sie überall zu finden sind:

  • 2 Tage Abschluss-Training für Verkaufsprofis zum Preis 1.440 €
    • Ein Verkäufer, der im Internet nach einem solchen Training sucht, weil er es nicht schafft, genügend Abschlüsse pro Monat zu machen und kaum Provisionen verdient, findet hier seitenweise die gleichen Angebote zu vergleichbaren Preisen. Wofür soll er sich denn entscheiden?
  • Schmerzfrei durch Akupunktur zum Behandlungshonorar von 30 bis 70 €
    • Das bieten rund 90% aller Akupunkteure so an.
    • Ein Schmerz-Patient, der immer wieder unter Rückenschmerzen leidet und nach Hilfe sucht, findet im Internet ebenfalls lauter gleichklingende Angebote zu ähnlichen Preisen. Zu wem soll er gehen?
  • Hypnosebehandlung zur Gewichtsabnahme zum Preis von 65 €
    • Auch das bieten die meisten Hypnotiseure so an.
    • Eine Frau, die alle Diäten dieser Welt ausprobiert hat und immer wieder im Jojo-Effekt endet, sucht jetzt jemanden, die ihr hilft dauerhaft ihr Gewicht in den Griff zu bekommen. Was findet sie im Internet? Lauter Angebote, die überall das Gleiche kosten und so lauten: „In 4 Wochen 5 kg Gewicht verlieren ohne zu hungern“. Woran erkennt sie, wer ihr helfen kann?

Diese Angebote machen Kunden die Entscheidung unnötig schwer!

In dieser bescheidenen Zwickmühle gibt ihnen kein Anbieter eine Entscheidungshilfe wo sie mit ihrem Problem richtig sind. Da bleibt ihnen nur der Preis als Kriterium oder sie wollen es mal testen. Mal ausprobieren, ob das wirkt oder überhaupt funktioniert? Sie starten dann oft mit der billigen Offerte.

  • Aber das Verkaufstraining läuft 2 Tage! Wer es bucht, weiß nicht, mit welchem Ergebnis er nach Hause geht!
  • Werden die Rückenschmerzen tatsächlich weg sein nach nur einer Behandlung? Test?
  • Gewichtsabnahme über Hypnose zeigt erst nach der 3. Sitzung Veränderungen im Essverhalten! Wie sinnvoll ist da eine Einzelsitzung?
Warum also Angebote machen,
  • die sich nicht unterscheiden
  • die alle das Gleiche kosten
  • deren Ergebnissen völlig im Unklaren bleiben.
  • die auch noch die Entscheidung für potentielle Kunden massiv erschweren?

In dieser blöden Situation möchte kein Freiberufler wirklich sein. Aber es betrifft die große Mehrheit.

Warum ist das so?

Weil sich mehr oder weniger alle an ihren Wettbewerbern orientieren und schauen, wer was zu welchem Preis anbietet. Da fehlt die Kundenorientierung. Angebote müssen vom Kunden ausgehen.

  1. Was wollen Zielkunden haben?
  2. Welche Lösungen suchen sie dringend?
  3. Was macht ihnen Abläufe einfacher, schneller und bequemer?
Im Angebot liegt die Attraktivität Kunden anzuziehen.

Im Angebot sind bereits bessere Margen und wirtschaftliche Überschüsse festgelegt. Im Angebot liegt auch schon die eigene Differenzierung zu allen anderen Wettbewerbern.

Also bevor du viel Zeit in Webseiten, schöne Farben, ausgefeilte Texte und ein Logo steckst, prüfe dein Portfolio und dein Angebot. Denn mit Style und Design machst du kein Geld, sondern über dein Angebot kommt Umsatz rein.

Mein neues Video mit Tipps und Inspiration: https://vimeo.com/434084209

Herzliche Grüße 

Deine Ilka

1 Kommentar zu „Erfolg beginnt mit „A“ wie Angebot!“

  1. Pingback: So wird ein 08/15 Angebot zur Lösung mit Mehrwert | Ilka Schaufelberger

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